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TJC-Vizevorsitzender Chang tritt zurück

12-09-2018
  • Pressekonferenz beim TJC

    Pressekonferenz beim TJC

    Foto: CNA

Taipei  – 12. September 2018 – Präsidentin Tsai Ing-wen sagte, dass die Kommission für Vergangenheitsaufarbeitung (TJC)  für eine angemessene Erfüllung ihrer Aufgaben das Vertrauen der Öffentlichkeit benötige und sich überparteilich verhalten müsse. Die vom Vizevorsitzenden der Kommission gemachten Äußerungen auf einer Sitzung, die als Tonaufnahme an die Öffentlichkeit kam, bezeichnete sie als unpassend. Auch Premierminister William Lai distanzierte sich von den Äußerungen, welche die Kommission unglaubwürdig mache und entschuldigte sich gegenüber der Öffentlichkeit.

 

Der Vizevorsitzende der Kommission für Vergangenheitsaufarbeitung, Chang Tien-chin, hatte bei einer Sitzung Hou Youyi, den Kandidaten der KMT für die Bürgermeisterwahl in Neu-Taipei, als schlechtestes Beispiel der Vergangenheitsbewältigung benannt. Er spielte damit auf dessen Rolle als Leiter einer Polizeigruppe an, welche 1989 versuchte, einen bekannten Unabhängigkeitsaktivisten festzunehmen. Dieser verbrannte sich später selbst und wurde damit zu einem Märtyrer der Demokratiebewegung Taiwans.

 

Chang reichte mittlerweile mündlich seinen Rücktritt ein. Der Vorsitzende der Kommission für Vergangenheitsaufarbeitung entschuldigte sich für seine ungenügende Beaufsichtigung von
Chang und das damit in der Öffentlichkeit entstandene Missverständnis der Arbeit der Kommission.

 

Die Kommission für Vergangenheitsaufarbeitung TJC wurde unter der Regierung Tsai gegründet und soll Untersuchungen zu den historischen Ungerechtigkeiten in der autoritären Phase der Republik durchführen und klären.