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US$ 783 Mio Verluste bei Taipower wegen hoher Weltmarkts- und niedriger Strompreise

09-08-2018
  • Heiße Tage, hoher Verbrauch: Die Klimaanlagen brummen

    Heiße Tage, hoher Verbrauch: Die Klimaanlagen brummen

    Bild: CNA

Taipei, 09.08.2018 - Wegen anhaltend hoher Brennstoffpreise auf dem Weltmarkt hat der staatliche Energiekonzern Taiwan Power Co. (Taipower) allein im letzten halben Jahr umgerechnet US$ 783 Mio Verlust gemacht. Sollte die Energiepreiskommission bei der nächsten Strompreisanpassung im Oktober die Preise nicht erhöhen, würde das den Betrieb schwer belasten, so Taipower heute.

 

Seit Oktober 2017 findet die Anpassung des Strompreises halbjährlich im April und Oktober durch die zuständige Regierungskommission statt. Dabei ist keine Preisfluktuation von mehr als 3% vorgesehen.

 

Im April dieses Jahres hatte Taipower aufgrund hoher Preise auf dem Weltmarkt eine Anhebung des Preises um 10,4% gefordert, doch die Kommission hielt an der 3%-Marke fest. Die Anpassung spiegle die realen Ausgaben nicht wider, sagte der Konzern.

 

Insgesamt beläuft sich das Defizit des Staatskonzerns derzeit auf US$ 4,3 Milliarden, fast die Hälfte von Taipowers Unternehmenskapital in Höhe von US$ 9,3 Milliarden.

 

Ob die Anpassung der Energiekosten im Oktober die realen Kosten der Brennstoffe aufwiegen wird, ist fraglich. Die jüngsten Zahlen der Statistikbehörde zeigen einen Anstieg des Konsumentenpreisindex von 1,75% im Juli dieses Jahres; Güter des Alltagsgebrauchs stiegen sogar um 3,75%, dem höchsten Anstieg seit 41 Monaten. Um weitere Preiserhöhungen bei Alltagsgütern zu vermeiden, könnte die Energiepreiskommission eine Anhebung der Stromkosten ablehnen.

 

Die Verluste bei Taipower würden dann aus dem Strompreis-Stabilisierungs-Fond ausgeglichen, der derzeit US$ 2,2 Milliarden umfasst.