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Denkfabriken zu ökonomischen Auswirkungen des Trump-Kim-Treffens

12-06-2018
  • Viel Spekulation

    Viel Spekulation

    Noch hat Trump nicht getwittert (Foto: CNA)

Taipei – 12. Juni 2018 – Das Treffen von US-Präsident Trump und seines nordkoreanischen Gegenspielers Kim Jong-un in Singapur könnte zu einem Abbau der geopolitischen Spannungen und zu weniger wirtschaftlicher Unsicherheit führen, zitierten Medien Leiter von Denkfabriken in Taiwan.

 

Gordon Sun vom Taiwaninstitut für Wirtschaftsforschung (TIER) und Ray Chou, Forscher an der Academia Sinica, halten eine Reduzierung von geopolitischen Risiken auf die Wirtschafts- und Handelsentwicklung für möglich. Chou geht aber von keinen schnellen Verbesserungen aus.

 

Langfristig könnte laut Sun eine Wiedervereinigung der beiden Koreas zu Ressourcenvorteilen Südkoreas und erhöhter Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der Konkurrenz aus Taiwan führen. Taiwans Unternehmen könnten sich bei einem wirtschaftlichen Aufschwung in Nordkorea überlegen, welche Rolle sie spielen wollen.

 

Der Vorsitzende der Investment-Abteilung von Hua Nan Securities David Chu sieht den möglichen Grad einer kommenden wirtschaftlichen Bedrohung eines Landes in Abhängigkeit von dessen Wettbewerbsfähigkeit. Kurzfristig seien aber keine Auswirkungen auf den Finanzmarkt in Taiwan zu erkennen.

 

Denkbar sei auch eine „Friedensdividende“, welche kurzfristig die Aktienmärkte in Korea und Japan belebe und von der auch der Finanzplatz Taiwan profitieren könnte.