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Nationales Museum der Menschenrechte eröffnet

17-05-2018
  • Besucherin im Museum der Menschenrechte

    Besucherin im Museum der Menschenrechte

    Bild: CNA

Taipei, 17.05.2018 -  Präsidentin Tsai Ing-wen hat heute der feierlichen Eröffnung des Nationalen Museums der Menschenrechte auf der Insel Lüdao beigewohnt.

 

Auf der Eröffnungsfeier, zu der auch 80 Betroffene des Weißen Terrors erschienen waren, sagte die Präsidentin, das Museum solle das Bewusstsein für Menschenrechte in der Bevölkerung stärken. Im April waren zudem bereits einige Richter für Weiterbildungen vor Ort; in Zukunft sollen hier weitere Beamte zum Thema Menschenrechte geschult werden.

 

Die ehemalige Gefängnisinsel Lüdao sei eine wichtige Stätte der Unterdrückung und des Widerstands, an der man konkret sehen könne, wie Menschen in der Zeit des Kriegsrecht ihrer Freiheit beraubt worden sind, so die Präsidentin.

 

Kulturministerin Cheng Li-chiun sagte in ihrer Ansprache, die Einweihung des Museums gehe mit der Vergangenheitsaufarbeitung einher. In Zukunft solle ein Netzwerk zur Menschenrechtsbildung aufgebaut und der Irrtum ausgeräumt werden, in Taiwans Geschichte hätte es nur Opfer, nicht aber Täter, gegeben.

 

Eine weitere Zweigstelle des Museums soll morgen in Jingmei in Neu Taipei eröffnet werden. Die Einweihung des Menschenrechtsmuseums kommt nach einer Vorbereitungsphase von sechs Jahren.