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NGOs fordern besseren Rechtsschutz für Fischerei-Gastarbeiter

17-05-2018

Taipei, 17.05.2018 - Eine NGO-Koalition zum Schutz der Rechte von Arbeitsmigranten in der Fischerei hat heute vor dem Präsidentschaftspalast demonstriert.

 

Die Koalition aus Menschenrechts-, Arbeitsrechts-, und Umweltorganisationen prangerte die Arbeitsbedingungen der ausländischen Arbeiter auf taiwanischen Fischerbooten an. Die Demonstranten warfen Präsidentin Tsai Ing-wen vor, ihr Wahlversprechen, die Rechte von Gastarbeitern schützen zu wollen, gebrochen zu haben. Die Gastarbeiter in Taiwans Fischerei kommen vor allem aus Indonesien und den Philippinen und stellen nach Angaben der NGOs die am stärksten benachteiligte Bevölkerungsgruppe in Taiwan.

 

Der Vize-Sekretär der Vereinigung für Menschenrechte in Taiwan Shi Yi-Hsiang sagte, Gastarbeiter in der Fischerei erhielten teilweise ein monatliches Gehalt von umgerechnet 50 US$, weit unter dem taiwanischen Mindestlohn. Zudem sei die zuständige Behörde, die Fischereibehörde, nicht qualifiziert, die Rechte der Arbeiter sicherzustellen.  

 

Shi wörtlich: “Das größte Problem besteht darin, dass die im Ausland angeworbenen Gastarbeiter von der Fischereibehörde verwaltet werden, einer Unterorganisation der Agrarkommission, die für Fischerei-Ressourcen zuständig ist. Wir glauben, dass diese Behörde keine Kompetenz hat, Arbeitsbedingungen zu überprüfen. Deswegen sind wir für die Abschaffung der im Ausland angeworbenen Gastarbeit, und fordern dass alle Arbeiter, unabhängig von Nationalität, durch das Arbeitsrecht abgedeckt werden.”