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Präsidentin für Gleichrangigkeit im Austausch mit China

14-05-2018
  • Präsidentin Tsai im Radiointerview

    Präsidentin Tsai im Radiointerview

    Bild: CNA

Taipei – 14. Mai 2018. Präsidentin Tsai Ing-wen hat für Gleichrangigkeit im hochrangigen Austausch mit China plädiert. Außerdem forderte Tsai einen Verzicht auf politische Vorbedingungen seitens Pekings. Ihre Äußerungen machte die Präsidentin im Interview mit einem taiwanischen Radiosender heute Vormittag.

 

Angesichts des für Juni geplanten Treffens zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un schloss Tsai auch ein Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping nicht aus: „Wir denken zwar darüber nach und müssen flexibel sein. Aber ich muss auch auf zwei Dingen bestehen, nämlich einer Gleichrangigkeit und dem Verzicht auf politische Vorbedingungen.“

 

Tsai sagte weiter, dass es in der Taiwanstraße anders als auf der koreanischen Halbinsel nicht um ein Atomprogramm gehe, das den Frieden in der Region gefährdet. Stattdessen gehe es um die Frage der nationalen Souveränität, in der Taiwan keine leichtfertigen Kompromisse eingehen dürfe.

 

Die Präsidentin verteidigte ihre Politik von der Aufrechterhaltung des Status quo in der Taiwanstraße. Ihre Amtsvorgänger hätten zu viel Zeit mit außenpolitischen Angelegenheiten verbracht. Dabei seien innenpolitische Reformen zu kurz gekommen. Taiwan müsse jedoch weiter an Reformen festhalten, um voranzukommen, so Tsai.