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Kulturministerin spricht sich für Gesetz zur Förderung von Sprachvielfalt aus

12-04-2018
  • Kulturministerin Cheng Li-chiun (Mitte) vor dem Bildungsausschuss

    Kulturministerin Cheng Li-chiun (Mitte) vor dem Bildungsausschuss

    Bild: CNA

Taipei, 12.04.2018   Kulturministerin Cheng Li-chiun hat sich heute vor dem Parlamentsausschuss für Bildung und Kultur für den Gesetzesentwurf zur Förderung von Taiwans Sprachvielfalt ausgesprochen.

 

Der Ausschuss ist mit der Prüfung des Gesetzesentwurf der Regierung beauftragt und hatte Cheng zu einer Stellungnahme eingeladen. Cheng Li-chiun wies auf die Sprachenvielfalt Taiwans hin und räumte ein, dass der langjährige Fokus der Politik auf das Chinesische die anderen Sprachen des Landes, wie Taiwanisch, Hakka und die Sprachen der Ureinwohner, stark beschnitten hat. Besonders die Ureinwohner-Sprachen seien in einem kritischen Zustand, aber auch die Anzahl der Taiwanisch- und Hakka-Sprechenden habe stark abgenommen, besonders in der jüngeren Bevölkerung.

 

Daher begrüßte die Kulturministerin den Gesetzesentwurf als Maßnahme, Taiwans Sprachvielfalt neu zu beleben. Desweiteren stellte Cheng die Initiative ihres Ministeriums zur Förderung von Taiwans Sprachen vor.

 

Für das nächste Jahr ist die Einrichtung eines Taiwanisch-sprachigen Fernsehsenders geplant. Das Gesetz für öffentlich-rechtliche Medien befindee sich derzeit in der Überarbeitung, von ihm hänge der Inhalt und die Gestaltung des Senders ab, so Cheng. Außerdem möchte sie auch Pläne für einen Hakka-Sender und einen für indigene Sprachen in das Gesetz integrieren.

 

Der Gesetzesentwurf zur Förderung der Sprachvielfalt stieß auch bei Oppositionsabgeordneten im Ausschuss auf Zuspruch. Einige Abgeordnete äußerten allerdings Bedenken bezüglich der problemlosen Umsetzung. Eine Sorge besteht darin, ob es genügend qualifizierte Lehrkräfte gibt, um die Ziele des Gesetzes an Schulen umzusetzen.