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Ministerium: Keine einseitige Bestimmung der Arbeitgeber

12-01-2018
  • Arbeitsministerin Lin

    Arbeitsministerin Lin

    Bild: CNA (Archiv)

Taipei – 12. Januar 2018. Das Arbeitsministerium hat heute die Pflicht der Arbeitgeber zur Leistung von Überstundenvergütung unterstrichen. Diese Leistung dürfe nicht einseitig vom Arbeitgeber gegen Urlaubstage eingetauscht werden. Kritiker hatten bemängelt, die neuen Gesetzänderungen könnten dazu führen, dass Arbeitnehmer anstelle von Überstundenvergütung unbezahlten Urlaub bekommen könnten.

 

Dazu sagte das Arbeitsministerium heute, dass der Arbeitnehmer über den Ausgleich von Überstunden durch freie Tage selbst entscheiden und mit dem Arbeitgeber diskutieren könne. Der Arbeitgeber dürfe jedoch nicht einseitig selbst entscheiden. Bei Verstößen drohen laut Arbeitsgesetz Strafzahlungen zwischen 20.000 und 1 Millionen Taiwan-Dollar (umgerechnet ca. 560-28.000 Euro).

 

„Die Entscheidung für einen Urlaubstag liegt im Ermessen des Arbeitnehmers und muss vom Arbeitgeber bestätigt werden. Sie können zum Beispiel vereinbaren, dass innerhalb von sechs oder drei Monaten alle entsprechenden Urlaubstage aufgebraucht werden müssen. Aber in jedem Fall muss der Arbeitgeber vor Jahresende die Überstundenvergütung bezahlen,“ so Hsieh Chien-chien vom Arbeitsministerium.