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Änderungen zum Arbeitsrecht endgültig verabschiedet

10-01-2018
  • Die Meinungen gingen etwas auseinander

    Die Meinungen gingen etwas auseinander

    Foto: CNA

Taipei  – 10. Januar 2018 – Das Parlament verabschiedete am Mittwochmorgen die Änderungen zum Arbeitsrecht.

 

Damit wurden die vor gut einem Jahr eingeführten Bestimmungen größtenteils wieder wegen der von Unternehmerseite kritisierten mangelnden Flexibilität rückgängig gemacht.

 

Statt des garantierten einen freien Wochentages können jetzt innerhalb einer 14-Tages-Frist bis zu zwölf Tage hintereinander gearbeitet werden. Dafür ist die Zustimmung der Gewerkschaft nötig. In Unternehmen mit weniger als 30 Mitarbeitern muss dies der zuständigen Regierungsstelle gemeldet werden.

 

Mit Zustimmung des Arbeitnehmers und der entsprechenden Regierungsstellen kann die Ruhepause zwischen zwei Arbeitstagen von elf auf acht Stunden gesenkt werden, vorher waren mindestens elf Stunden erforderlich.

 

Zusätzlich wurde die maximale Zahl der monatlich zulässigen Überstunden von 46 auf 54 Stunden angehoben, wobei in einem Drei-Monats-Zeitraum maximal 138 Stunden an Mehrarbeit geleistet werden dürfen.

 

Der Sprecher des Präsidialamts Lin Hsi-ming bezeichnete die Neuregelungen trotz der unterschiedlichen Meinungen zwischen Regierung und Öffentlichkeit weiterhin als konsistent mit dem Schutz der Arbeitnehmerrechte. Sie würden eine positiven Beitrag zur Entwicklung der Industrie und der Arbeitsstruktur leisten.