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US-Energieexperte: Strompreise für Energiewandel zu niedrig

10-01-2018
  • Auch Windkraft nur in ausreichender Entfernung gewünscht

    Auch Windkraft nur in ausreichender Entfernung gewünscht

    1,8 km von der Küste kein Offshore! (Foto: CNA)

Taipei  – 10. Januar 2018 – Der amerikanische Experte für Energiesicherheit Mikkail Herberger sagte, dass eine Erhöhung der Strompreise Teil der Lösung bei der Einführung teurer nachhaltiger Energieformen sei.

 

Herberger ist Direktor für Forschungen zur Energiesicherheit des Nationalen Büros für Asienforschung (NBR) in Washington. Er machte seine Aussagen auf einer Konferenz, auf der Taiwans Energiefrage thematisiert wurde.

 

Alle Länder hätten sich den Herausforderungen der Zuverlässigkeit ihrer Energiequellen, ihrer Bezahlbarkeit und deren Nachhaltigkeit für die Umwelt zu stellen. Auch Taiwans Fragen seien damit eng verbunden. Wer beim kostenträchtigen Wandel hin zu Erneuerbaren Energieformen die Preise niedrig halten wolle, müsse billige Kohle einsetzen, was den Umweltzielen zuwiderlaufe.

 

Gegenüber Reportern sagte er im Anschluss, dass in Taiwan im Vergleich zum ähnliche Energiequellen verwendenden Japan, der Strom zu billig sei und die Preise angehoben werden müssten, was politisch eine schwierige Wahl darstelle.

 

Die Einführung einer Energiesteuer helfe zwar der Regierung, beschaffe aber den Versorgern keine Mittel, ihre Energieeffizienz durch bessere Ausrüstung anzuheben, wobei die Reform des Staatsversorgers Taipower eine andere Angelegenheit sei.

 

Er stimmte dem Auslaufenlassen der Betriebserlaubnis für Taiwans drei Atomkraftwerke zu, sprach sich allerdings für eine Aktivierung des vierten, zur Zeit eingemotteten neuen AKWs aus, um einen glattereren Übergang zu erreichen. Dieses der Öffentlichkeit zu vermitteln, sei allerdings ein anderes Problem.