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Minister: Taiwan im Falle von Korea-Krise bereit zur Nothilfe

04-12-2017
  • Feng Shih-kuan

    Feng Shih-kuan

    Bild: CNA (Archiv)

Taipei – 4. Dezember 2017. Der Verteidigungsminister hat sich heute zu einer möglichen Rolle Taiwans für den Eintritt eines Krisenfalls auf der koreanischen Halbinsel geäußert. Laut Minister Feng Shih-kuan werde Taiwan im Notfall humanitäre Hilfe leisten.

 

Seine Äußerungen machte der Minister während einer Parlamentsanhörung, in der es unter anderem um die zunehmenden Spannungen in der Region aufgrund von Nordkoreas Atomprogramm ging. Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hält trotz internationaler Sanktionen an der Entwicklung atombombenfähiger Raketen fest.

 

Auch wenn Nordkorea kein Feind Taiwans sei, würde ein Krieg in der Region Länder betreffen, die enge Kontakte zu Taiwan pflegen. „Wenn es zu einem Krieg kommt, werden wir uns daher von einem humanitären Standpunkt aus der Unterstützung in einem Notfall nicht entziehen können,“ so Feng.

 

Der Minister bestätigte zudem, dass Taiwans Militär mit dem Aufbau eines Systems zur Überwachung von Raketenabschüssen begonnen hat, wie es sie etwa auch in den USA oder Japan gibt. Allerdings müsse das System noch eine Testphase durchlaufen, bevor die Menschen im Land in Zukunft über ihre Smartphones oder das Fernsehen über Gefahren informiert werden könnten.

 

Auf die Frage eines Abgeordneten, ob China einen Krisenfall in der Region für einen Angriff auf Taiwan nutzen könnte, reagierte Feng ausweichend. Feng sagte, das Verteidigungsministerium beobachte die Truppenbewegungen in China ständig und sei über die Lage informiert.