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Klimakonferenz in Bonn verweigert Taiwans Umweltminister Zutritt

13-11-2017
  • Minister Lee (vorne links)

    Minister Lee (vorne links)

    Bild: CNA

Taipei – 13. November 2017. Der Leiter von Taiwans Umweltbehörde, Minister Lee Ying-yuan, konnte aufgrund chinesischer Beschwerden gestern nicht an der UN-Klimakonferenz in Bonn teilnehmen. Angaben des Außenministeriums zufolge wurde Lee nicht erlaubt, den Konferenzsaal zu betreten.

 

Lee bedauerte die Entscheidung gegenüber der Nachrichtenagentur CNA und sagte, Taiwan hoffe auf Kontakte und den Dialog mit anderen Ländern in der Welt. Die Welt trage die Verantwortung, Taiwan an den Treffen teilnehmen zu lassen, da an der Existenz von Taiwans Bevölkerung von 23 Millionen Menschen nicht zu rütteln sei.

 

Trotz des verweigerten Zutritts war es Lee möglich, sich mit den Vertretern einiger anderer Länder am Rande der Veranstaltung auszutauschen. Zudem nahmen unter anderem die Präsidentin der Marschallinseln, Hilda Heine, und der Premierminister von Tuvalu, Enele Sopoaga an einem gemeinsamen Abendessen teil.

 

Obwohl Taiwan kein Mitglied in den Vereinten Nationen ist, haben die Verantwortlichen von Taiwans Umweltbehörde in der Vergangenheit in inoffizieller Kapazität an den Sitzungen der Klimakonferenz teilnehmen können.

 

Die 23. Sitzung der UN-Klimakonferenz (COP 23) der UN-Klimarahmenkonvention findet dieses Jahr zwischen dem 6. und 17. November im Hauptquartier des UN-Klimasekretariats in Bonn statt.