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Taiwan im Klima-Risiko-Index auf Platz 7

13-11-2017

Taipei – 13. November 2017. Taiwan gehört zu den Ländern, die mit am stärksten durch den Klimawandel gefährdet sind. Das geht es aus dem neuesten Jahresbericht von Germanwatch hervor, der im Rahmen der laufenden UN-Klimakonferenz in Bonn vorgestellt wurde.

 

Germanwatch ist eine gemeinnützige Nichtregierungsorganisation für Entwicklungs- und Umweltfragen, die sich für eine nachhaltige Entwicklung in der Welt einsetzt. Der am 9. November veröffentlichte Klima-Risiko-Index 2018 analysiert das Ausmaß von wetterbedingten Schäden durch Stürme, Fluten und Hitzewellen.

 

Dem Bericht zufolge wurde Taiwan im Januar 2016 von einer seltenen Kältewelle heimgesucht und im Jahresverlauf von sechs Tropenstürmen und Taifunen getroffen. Taiwans rasanter Aufstieg vom 51. Platz im letzten Jahr auf den 7. Platz in diesem Jahr verdeutliche die Verwundbarkeit von kleinen Inselstaaten, so Germanwatch.

 

David Eckstein, einer der Autoren des diesjährigen Berichts, sagte, aus den Daten der vergangenen Jahrzehnte gehe hervor, dass extreme Wetterereignisse an Häufigkeit und Stärke zunähmen. Als Beispiele nannte Eckstein die Länder Fidschi, das 2016 vom stärksten Wirbelsturm des Jahrhunderts heimgesucht worden sei sowie Deutschland, wo es im gleichen Jahr schwere Überschwemmungen gegeben habe.

 

Auf den ersten Plätzen des Index standen in diesem Jahr Haiti, Zimbabwe, Fidschi, Sri Lanka, Vietnam und Indien. Dem Bericht nach sind seit 1997 mehr als 520.000 Menschen bei über 11.000 extremen Wetterereignissen ums Leben gekommen.