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APEC-Gipfel: 11 TPP-Gründungsländer für Fortführung

11-11-2017

 Taipei  – 11. November  2017  -  Die Handelsminister der 11 Mitgliedsstaaten des Freihandelsabkommens der Transpazifischen Partnerschaft (TPP) beschlossen auf dem APEC-Forum, dass Handelsabkommen auch nach dem Austritt der USA fortzuführen.

 

Gleichzeitig erfolgte eine Umbenennung des Transpazifischen Partnerschaftsabkommens in „Umfassendes und fortschreitendes Transpazifisches Partnerschaftsabkommen“  (CPTPP).

 

US-Präsident Donald Trump verfolgte gleich nach seinem Amtsantritt seine „America First“ Politik und gab den Austritt aus dem von den USA 2009 initiierten TPP-Freihandelsabkommen bekannt. China und Indien sind nicht Mitglied des TPP.

 

Insbesondere Japan zeigte immer wieder Interesse an einer Fortführung des Abkommens . Auch Taiwan strebt eine stärkere Integration in die Weltwirtschaft an und hat mehrfach sein Interesse an einer Aufnahme in das Abkommen ausgedrückt. Taiwan möchte damit seine Abhängigkeit von China verringern und in den Genuß von Zollvorteilen kommen. Taiwans Hauptkonkurrent Südkorea ist bereits über Freihandelsverträge mit den USA und der EU weltweit am stärksten integriert und hat damit Kostenvorteile.

 

Eine Aufnahme weiterer Länder in das TPP war bisher nur möglich, wenn sämtliche Mitgliedsländer diesem zustimmen.

 

Das Chunghua Institut für Wirtschaftsforschung (CIER) betrachtet das Abkommen trotz des Austritts der USA weiter als wichtig für Taiwan. Angesichts der nur mit Singapur und Neuseeland bestehenden Freihandelsverträge empfahl das CIER , eine möglichst zügige Vorbereitung zum Beitritt. Sollte China noch dem neuen CPTPP beitreten, würden die Chancen sinken.

 

Taiwans Institut für Wirtschaftsforschung (TIER) war der Meinung, dass wegen der Abwesenheit der USA der ökonomische Nutzen nicht groß sei und angesichts der gegenwärtigen Taiwanstraßenbeziehungen die Beitrittschancen klein seien.