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Gurtpflicht in Reisebussen nach tödlichem Busunfall geplant

13-09-2017
  • Der beschädigte Bus

    Der beschädigte Bus

    Foto: CNA

Taipei – 12. September 2017.  Die Regierung plant eine allgemeine Gurtpflicht für Busreisende nach einem tödlichen Busunfall am 11. September.

 

Eine entsprechende Gesetzesänderung wird derzeit vom Verkehrsministerium erarbeitet und müsste dann vom Parlament verabschiedet werden.

 

Sechs Menschen starben und weitere elf wurden verletzt, als der Busfahrer auf der Autobahn die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und Fahrgäste aus dem Bus geschleudert wurden.

 

Zwei Autos, die vor dem Bus fuhren, bremsten laut dem Fahrer unvermittelt, worauf er zunächst nach links auswich.

 

Daraufhin zerbrachen auf der linken Seite des Busses mehrere Fensterscheiben an einem Mautgerüst der Mittelbegrenzung.

 

Der Fahrer korrigierte mit einer schnellen Lenkbewegung nach rechts, wobei mehrere Fahrgäste aus dem Bus geschleudert wurden und tödlich verunglückten.

 

Das Busunternehmen Aloha Bus übernahm gestern die Verantwortung für den Unfall und will den Familien der tödlich verunglückten Passagiere jeweils knapp 2800 Euro zukommen lasssen.

 

Die Regierung erwägt nun eine allgemeine Anschnallpflicht für Busreisende, da derzeit viele Taiwaner auf das Anschnallen trotz vorhandener Sicherheitsgurte verzichten.