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Taiwan begeht 30. Jahrestag der Beendigung des Kriegsrechts

15-07-2017
  • Weiße Lilien zum Gedenken

    Weiße Lilien zum Gedenken

    Foto: CNA
  • Präsidentin: gewöhnliche Bürger waren treibende Kraft hinter der Demokratisierung

    Präsidentin: gewöhnliche Bürger waren treibende Kraft hinter der Demokratisierung

    Foto: Präsidialamt
  • Kulturministerin Cheng Li-chiun

    Kulturministerin Cheng Li-chiun

    Foto: CNA

Taipei – 15.7.2017 – Taiwan hat heute dem 30. Jahrestag der Beendigung des Kriegsrechts gedacht. Präsidentin Tsai Ing-wen schrieb auf ihrer Facebook-Seite, heute vor 30 Jahren sei in Taiwan das 38 Jahre lange Kriegsrecht beendet worden. Damit sei der erste wichtige Schritt hin in Richtung Freiheit und Demokratie gemacht worden. Man sollte an diesem Tag gerade der Bevölkerung, den gewöhnlichen Bürgern, die die treibende Kraft hinter der Demokratisierung gewesen seien, Respekt zollen.

 

Sie hoffe, dass noch mehr aufstrebende lokale Kräfte sich in die demokratische Politik einbringen. Sie hoffe, dass Taiwans bürgerliche Gesellschaft weiterhin blühe und dass die politischen Parteien und die bürgerliche Gesellschaft eine noch rationalere Methode zum Umgang miteinander finden können. Sie hoffe auch, dass alle politischen Parteien die Zukunft des Landes vom Standpunkt Taiwans aus betrachteten.

 

Kulturministerin Cheng Li-chiun sagte bei einer Veranstaltung zum 30. Jahrestag der Aufhebung des Kriegsrechts, man müsse auch Rückschau auf die 30 Jahre nach Ende des Kriegsrechts halten, wie weit die Demokratisierung erfolgt sei und was noch zu tun sei: "Eine demokratische Gesellschaft achtet den Pluralismus. Damals, bei den Opfern während der Zeit des weißen Terrors, wurde kein Unterschied gemacht zwischen links oder rechts, zwischen Vereinigungs- oder Unabhängigkeitsbefürwortern oder Volksgruppenzugehörigkeit. Unsere geschichtlichen Erinnerungen und unsere politischen Standpunkte mögen unterschiedlich sein, aber die Menschenrechte stehen über alldem. Wir müssen angesichts unterschiedlicher geschichtlicher Erinnerungen und unterschiedlicher politischer Standpunkte grundlegende Werte der demokratischen Gesellschaft schaffen und das sind Freiheit und Menschenrechte."

 

Die Kulturministerin sagte, um eine harmonische Gesellschaft zu erreichen, müsse man die Vergangenheitsaufarbeitung vorantreiben. Damit stelle sich Taiwan nicht nur seiner Geschichte. Damit könne man den Wert der Demokratie besser schätzen und die zukünftige Richtung einschlagen.