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Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo stirbt in China an Organversagen

13-07-2017
  • Liu Xiaobo

    Liu Xiaobo

    Foto: CNA

Taipei – 13.7.2017 – Der Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo ist heute Abend in China an Leberkrebs gestorben.

 

Wie eine lokale Justizbehörde der Provinz Liaoning um 21:10 Uhr online mitteilte, war Lius Todesursache multiples Organversagen.

 

Über 100 Nobelpreisträger appelierten zuletzt an die chinesische Regierung, Liu freizulassen, damit er sich einer Behandlung außerhalb Chinas unterziehen könne.

 

Auch die taiwanische Regierung drückte in den vergangenen Tagen wiederholt ihre Sorge über den Gesundheitszustand des 61-Jährigen aus.

 

Bis zur Diagnose seiner Erkrankung war Liu wegen Anstiftung zum Staatsumsturz in China in Haft.

 

Zuletzt wurde er in einem Krankenhaus in der Provinz Liaoning behandelt. Ärzte aus Deutschland und den Vereinigten Staaten besuchten ihn vor wenigen Tagen.

 

Liu war Dozent, Schriftsteller und hat sich in China öffentlich für demokratische Reformen ausgesprochen.