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Präsidentin Tsai: Weiter den Status quo in der Taiwanstraße aufrechterhalten

19-05-2017
  • Präsidentin Tsain Ing-wen

    Präsidentin Tsain Ing-wen

    Sprechstunde mit ausländischen Medienvertretern (Foto: CNA)

Taipei – 19. Mai 2017 -  Die Bewahrung des Status Quo in der Taiwanstraße durch Förderung des regionalen Friedens und der Stabilität ist weiter erklärtes Ziel der Regierung, sagte Präsidentin Tsai Ing-wen beim Empfang einer chinesischsprechenden aus dem Ausland kommenden Mediengruppe.

 

Mit dem Regierungswechsel im Mai letzten Jahres hat die chinesische Regierung die Kontakte zwischen beiden Seiten nahezu eingefroren. Hintergrund ist die von China geforderte und von Präsidentin Tsai Ing-wen bisher nicht geäußerte Anerkennung, dass es nur ein China gebe.

 

Tsai rief die Pekinger Führung dazu auf, sich der Realität zu stellen. Sie nahm auch Bezug auf Pekings Kommentar zu ihrer Amtsantrittsrede, welche als „unvollständiger schriftlicher Test“ bezeichnet wurde. Eine Anspielung auf die von Präsidentin Tsai nicht erwähnte Anerkennung des sogenannten „Konsens von 1992“, ihrer Bestätigung, dass es nur ein China gebe. In diesem Anliegen besteht zwischen der Vorgängerregierung unter der Partei Kuomintang (KMT) und Peking Übereinstimmung.  

 

“Ich hoffe, die Führer auf der anderen Seite der Taiwanstraße sind in der Lage, die Bedeutung der Wahlen im letzten Jahr, als auch die freundlichen Gesten, die Taiwan seit dem letzten Jahr gezeigt hat,  korrekt zu interpretieren. Den alten schriftlichen Test sollte man fallen lassen und stattdessen neue Themen zulassen. Wie die Führer zu beiden Seiten der Taiwanstraße Frieden und Wohlstand bewahren, das sollte das neue Thema sein“,sagte Tsai.

 

Tsai wies ferner darauf hin, dass sich die Beziehungen zu den diplomatischen Verbündeten in Mittel- und Südamerika verbessert hätten und es substantielle Fortschritte beim Austausch mit den USA, Europa und Japan gebe.