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Umfrage NGO-Mitarbeiterfestnahme in China: weniger als 15 % zufrieden mit der Behandlung des Falles

21-04-2017
  • Taiwans Bürger nicht erfreut

    Taiwans Bürger nicht erfreut

    über die Festnahme von Lee Ming-che (Foto: CNA)

Taipei  –  21. April 2017  -  In einer Telefonumfrage zeigten sich weniger als 15 % der Befragten zufrieden mit der Handhabung des Falles durch die Regierung nach der Festnahme des NGO-Mitarbeiters Lee Ming-che durch Behörden in China.

 

Etwa 45 % drückten ihre Unzufriendenheit mit den Anstrengungen der Regierung aus. Knapp zwei Drittel der Befragten gaben an, dass die Aktion Chinas die Beziehungen zwischen beiden Seiten beeinträchtigt hätte. Lediglich jeder Sechste sah keinerlei Beeinflussung gegeben.

 

Zur Blockadehaltung Chinas bei Taiwans Gesuch zur Teilnahme als Beobachter bei der Weltgesundheitsversammlung (WHA) in Genf drückten über 80 % ihre Unzufriedenheit aus, drei Viertel unterstützten einen Beitritt Taiwans zur Weltgesundheitsorganisation (WHO).

 

Die von China geforderte Anerkennung des „Konsenses von 1992“, die Akzeptanz des einen Chinas, wurde von knapp 42 % als unnötig empfunden, etwa jeder Vierte sprach sich dafür aus. Einen wirtschaftlichen Einfluss durch die Veränderungen bei den Beziehungen zwischen Taiwan und China verspürten knapp zwei Drittel nicht. Fast 80 % wollten eine Beibehaltung des Status Quo, über 70 % empfanden Taiwan als ein souveränes unabhängiges Land.

 

Die Umfrage wurde vom Taiwan Brain Trust am 17. und 18. April durchgeführt, 1068 gültige Aussagen wurden gesammelt.