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Kabinett billigt Gesetzesentwurf zur Erleichterung der Arbeitsaufnahme von ausländischen Fachkräften

20-04-2017

Taipei – 20. April 2017  -  Das Kabinett hat am Donnerstag eine Gesetzesänderung für erleichterte Bedingungen bei der Arbeitsaufnahme von ausländischen Fachkräften in Taiwan gebilligt. In die neuen Regelungen sind auch Fachkräfte aus Hongkong und Macao einbezogen.

 

Erleichterungen soll es bei den Aufenthaltsbestimmungen, beim Familiennachzug, bei der Arbeitserlaubnis und der Steuer geben.

 

Die Aufenthaltsberechtigung soll von drei auf fünf Jahre ausgeweitet werden. Der bisher geforderte Mindestaufenthalt von 183 Tagen pro Jahr zur Aufrechterhaltung des Status wird abgeschafft. Familienangehörigen von Top-Kräften mit dauerhafter Aufenthaltsberechtigung werden ebenfalls eine Aufhenthaltsberechtigung erteilt, nach fünf Jahren können sie eine permanente beantragen.

 

Steuerliche Vorteile werden für bis zu drei Jahren Besserverdienenden mit mehr als 2 Mio. TWD Jahreseinkommen (67.000 USD) gewährt. Der diese Einkommensgrenze übersteigende Betrag wird nur mit der Hälfte des bisherigen Satzes steuerlich veranlagt.

 

Ferner wird für Fachkräfte ein sechsmonatiges Visum zur Arbeitssuche ausgestellt, welches auch als Touristenvisum benutzt werden kann. Bei etwaiger Arbeitsaufnahme gilt ein Mindesteinkommen von ca. 48.000 TWD.

 

Studenten ohne Arbeitserfahrung, welche in den letzten beiden Jahren an einer der in der vom Bildungsministerium erstellten Liste von Top-Unis ihren Abschluss gemacht haben, können ebenfalls leichter nach einem Praktikum Ausschau halten. Bedingung ist ebenfalls ein Mindesteinkommen von ca. 48.000 TWD, um Missbrauch und eine Benachteiligung lokaler Arbeitskräfte zu vermeiden.