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Festlandkommission hofft auf Handelsgespräche mit China

20-03-2017
  • Katharine Chang

    Katharine Chang

    Bild: CNA

Taipei – 20. März 2017. In Anbetracht neuer Wirtschaftszahlen im Handel mit China hat die Vorsitzende der Kabinettskommission für Festlandangelegenheiten heute ihre Hoffnung auf eine Fortsetzung von Handelsgesprächen mit China bekräftigt.

 

Zahlen des Wirtschaftsministeriums zum beiderseitigen Handel zufolge hat es zwar keinen größeren Rückgang im gegenseitigen Handelsvolumen gegeben. Allerdings würden Veränderungen bei den gegenseitigen Investitionen deutlich.

 

Die Festlandkommission stellte heute zudem einen Bericht zu den Folgen eines möglichen Handelskriegs zwischen den USA und China auf Taiwan vor. Demnach halte man größere Auswirkungen auf Taiwan und taiwanische Geschäftsleute in China für wahrscheinlich.

 

Zugleich wies die Vorsitzende Katharine Chang darauf hin, dass China politische Vorbedingungen für die Aufnahme von Arbeitskonferenzen für mehrere bilaterale Handelsabkommen stelle. Man werde sich jedoch weiter für pragmatische Verhandlungen in Handelsfragen einsetzen, so Chang.

 

Chang sagte: „Die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen sind der Grundstein für die friedliche Entwicklung beider Seiten der Taiwanstraße. Wir hoffen, dass wir Handelsfragen Vorrang einräumen können, um die Wirtschaftsentwicklung zum Wohle der beiderseitigen Bevölkerungen voranzubringen.“

 

Chang rief China zudem dazu auf, den Tourismus nicht aufgrund politischer Überlegungen zu beschränken. 2016 seien gegenüber dem Vorjahr 18,5 Prozent weniger Touristen aus China nach Taiwan gekommen. Sollte China seinen Bürgern verbieten, Taiwan zu besuchen, gingen nicht nur Gelegenheiten zum Reisen, sondern auch zum persönlichen Austausch verloren.