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Gedenkveranstaltung für Opfer des Weißen Terrors

18-03-2017
  • Gedenkveranstaltung

    Gedenkveranstaltung

    Foto: CNA

Taipei – 18.3.2017 – In New Taipei City ist heute eine Gedenkveranstaltung für die Opfer des "Weißen Terrors" abgehalten worden. Als "Weißer Terror" wird die Zeit der Unterdrückung und politischen Verfolgung von Oppositionellen während der Ein-Parteien-Herrschaft der KMT-Regierung nach der Niederschlagung der Aufstände vom 28. Februar 1947 bis zur Aufhebung des Kriegsrechts 1987 bezeichnet.


Vizekulturministerin Ting Hsiao-ching sagte heute bei der Veranstaltung: "Wir dürfen nie vergessen, dass wir es den damaligen Opfern und deren Familien verdanken, dass sich heute alle Bürger an der Politik beteiligen können und dafür, dass es nun vollständige Redefreiheit gibt. Das erinnert uns auch daran, wie wichtig der Schutz der Menschenrechte ist." Ting sagte, das Kulturministerium habe bereits mit Vorbereitungen zur Einrichtung eines Museums für Menschenrechte begonnen. Die Menschenrechtsbildung und Vergangenheitsaufarbeitung sollen gestärkt werden.

 

Ein Sohn eines Opfers des "Weißen Terrors" sagte bei der heutigen Gedenkveranstaltung, sein Vater sei 1950 im Alter von 27 Jahren hingerichtet worden, nachdem er sich der kommunistischen Partei angeschlossen hatte, um seine sozialen Ideale zu verwirklichen. Er hoffe, dass man diese Geschichte nicht als Geschichte von Leiden und zerstörten Träumen sehe, sondern als eine Geschichte von menschlicher Größe. Er hoffe, dass die Gesellschaft mehr Gewicht auf Menschenleben, Menschenrechte, gesellschaftliche Fragen und Vergangenheitsaufarbeitung lege.