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Diplomat: Importverbot japanischer Lebensmittel könnte Freihandel behindern

17-03-2017
  • Frank Hsieh

    Frank Hsieh

    Foto: CNA

Taipei – 17. März 2017  -  Laut des taiwanischen Vertreters in Japan könnte das Importverbot japanischer Lebensmittel aus strahlungsbelasteten Gebieten den Freihandel mit Japan behindern.

 

Künftige Handelsgespräche mit Japan könnten beeinflusst und die Glaubwürdigkeit Taiwans Schaden nehmen, wenn Taiwan den Import von Lebensmitteln aus Gebieten in Fukushima Reaktornähe nicht zeitnah wieder erlaube, so der taiwanische Verteter in Japan, Frank Hsieh, heute.

 

Während er eine Beschwerde Japans bei der Welthandelsorganisation nicht ausschließen könne, sei Japan derzeit noch an einer gütlichen Einigung am Verhandlungstisch interessiert, so Hsieh.

 

Bei einer möglichen Importerlaubnis für die japanischen Lebensmittel würde sich die Regierung laut Hsieh an internationalen und wissenschaftlichen Prinzipien leiten lassen.

 

Hsieh sagte, die radioaktive Strahlungsbelastung in einigen Gebieten Taiwans sei ähnlich hoch wie in der japanischen Hauptstadt Tokyo. Sie sei aber weit unterhalb der gesetzten Grenzwerte, daher sei das kein Argument gegen eine Importerlaubnis der japanischen Lebensmittel.

 

Aus politischen Gründen ist das Außenministerium für eine Aufhebung des bestehenden Importverbots. Die Mehrheit der Taiwaner lehnt dies jedoch ab.