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Präsidentin Tsai will Massaker von 1947 aufarbeiten

23-02-2017
  • Präsidentin Tsai Ing-wen

    Präsidentin Tsai Ing-wen

    Foto: CNA

Taipei – 23. Februar 2017 - Präsidentin Tsai Ing-wen will das Massaker vom 28. Februar 1947 aufarbeiten.

 

Beim Massaker und in den Wochen danach sollen mindestens 18.000 Zivilisten während der blutigen Niederschlagung eines Volksaufstands getötet worden sein.

 

Die Bundesrepublik Deutschland sei für die Präsidentin ein Vorbild in der Aufarbeitung historischer Fehler und der rechtlichen Verfolgung von Kriegsverbrechern.

 

Ähnlich wolle die Regierung unter Präsidentin Tsai die alten Dokumente der Kuomintang nach weiteren Informationen über die Täter des Massakers durchforsten.

 

Bisher hätte sich die Regierung laut Tsai zwar für das Massaker entschuldigt und die Angehörigen der Opfer entschädigt. Man müsse aber noch mehr über das Massaker lernen, um eine demokratische, gerechte und vereinte Nation zu schaffen: 

 

„Heute hat das Historische Institut eine sechsbändige Archivsammlung über das Massaker vom 28. Februar veröffentlicht. In der Zukunft werden noch weitere geheime Dokumente veröffentlich werden, die geordnet, veröffentlicht und für die Forschung und das Verständnis in der Gesellschaft geöffnet werden müssen.“