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Präsidentin lobt Arbeit von Taiwans Gesundheitsdelegation in Genf

27-05-2017
  • Der Gesundheitsminister und die Präsidentin

    Der Gesundheitsminister und die Präsidentin

    Foto: CNA
  • Präsidentin Tsai empfängt die Gesundheitsdelegation nach ihrer Rückkehr aus Genf

    Präsidentin Tsai empfängt die Gesundheitsdelegation nach ihrer Rückkehr aus Genf

    Foto: CNA

Taipei – 27.5.2017 – Gesundheitsminister Chen Shih-chung ist heute von seinem Besuch in Genf nach Taiwan zurückgekehrt. Der Gesundheitsminister ist mit einer Delegation nach Genf gereist, um am Rande der Weltgesundheitsversammlung (WHA) mit WHA-Teilnehmern bilaterale und multilaterale Gespräche zu führen. Chen hat während seines Aufenthalts in Genf auch Pressekonferenzen gehalten, um die Notwendigkeit von Taiwans Teilnahme an der Weltgesundheitsversammlung zu verdeutlichen.

 

Nach ihrer Rückkehr empfing Präsidentin Tsai Ing-wen den Gesundheitsminister und seine Delegation. Sie sagte, Taiwan konnte zwar aufgrund des Drucks von Festlandchina in diesem Jahr nicht offiziell an der Weltgesundheitsversammlung teilnehmen, doch Taiwans Delegation habe großartige Arbeit geleistet. Sie habe 59 bilaterale Gespräche mit verschiedenen Ländern und Organisationen geführt und Foren veranstaltet. 14 diplomatische Verbündete ergriffen das Wort für Taiwan. Die USA, Japan, Deutschland und weitere Länder äußerten ebenfalls ihre Unterstützung für Taiwan. Präsidentin Tsai sagte außerdem, Chinas Vorgehen habe den Beziehungen zwischen beiden Seiten der Taiwanstraße geschadet:
„Pekings Behörden sollten die Bedeutung der Wahlen im vergangenen Jahr richtig interpretieren. Es ist bereits ein neues Zeitalter gekommen. Unser gemeinsames neues Thema ist nun, dass die Führenden beider Seiten der Taiwanstraße gemeinsam Frieden und Wohlstand auf beiden Seiten der Taiwanstraße bewahren. Unser Versprechen ist unverändert und unser guter Wille ist unverändert. Wer werden nicht wieder den alten Weg der Konfrontation einschlagen. Doch wir werden keinesfalls dem Druck nachgeben. Sie haben ein gutes Beispiel dafür gegeben, dass man dem Druck nicht nachgibt“.

 

Taiwan ist in diesem Jahr nicht zur Teilnahme an der Weltgesundheitsversammlung (WHA) eingeladen worden. Taiwan konnte seit 2009, während der China-freundlicheren KMT-Regierung, als Beobachter an der WHA teilnehmen. Aufgrund der Blockadehaltung Chinas wurde Taiwan in diesem Jahr von der WHA ausgeschlossen. Dieses Vorgehen Chinas wird allgemein mit Unzufriedenheit Chinas mit der neuen DPP-Regierung Taiwans angesehen.

 

Gesundheitsminister Chen Shih-chung sagte heute nach seiner Rückkehr, er sei enttäuscht darüber, dass die WHA Taiwan die Teilnahme verweigert habe. Chen dankte auch den Ländern, die sich für Taiwans Teilnahme an der WHA ausgesprochen haben. Er Chen äußerte seine Zufriedenheit damit, mehr Freunde gefunden zu haben und dass viele diplomatische Verbündete und andere Länder ihre Unterstützung für Taiwan äußerten, darunter auch die USA.


US-Gesundheitsminister Tim Price hatte seine Enttäuschung über die Nichteinladung Taiwans zur diesjährigen WHA geäußert. Er sagte, dass Taiwan nicht von der Weltgesundheitsorganisation WHO ausgeschlossen sein solle. Der deutsche Gesundheitsminister Hermann Gröhe sagte, dass Berlin ohne Einschränkungen die bedeutungsvolle Teilnahme aller Körperschaften unterstütze. Er bedauerte die Tatsache, dass nicht alle der Beobachter der früheren Jahre zur diesjährigen Versammlung eingeladen wurden. Von deutscher Seite hoffe man darauf, diese Lücke im Jahr 2018 zu schließen.

 

Taiwans Gesundheitsminister sagte, dass Taiwan mit seinen Bemühungen um Teilnahme an der Weltgesundheitsversammlung fortfahren werde.

 

Die 70. Weltgesundheitsversammlung (WHA) findet vom 22. bis 31. Mai in Genf statt. Die WHA ist das höchste Entscheidungsgremium der 194 Mitgliedstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO).