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Taiwanische Autoren kommen nach Deutschland Wochenendmagazin
27-02-2016
  • Tang Wei (唐薇)

    Tang Wei (唐薇)

    Quelle: Tang Wei
  • Der taiwanische Autor Egoyan (伊格言)

    Der taiwanische Autor Egoyan (伊格言)

    Quelle: Tang Wei
  • Der taiwanische Autor Lee Chin-Wen (李進文)

    Der taiwanische Autor Lee Chin-Wen (李進文)

    Quelle: Tang Wei
  • Der taiwanische Autor Badai (巴代)

    Der taiwanische Autor Badai (巴代)

    Quelle: Tang Wei

Wochenendmagazin 27. Februar 2016

Die taiwanische Übersetzerin Tang Wei (唐薇) übersetzt nicht nur deutsche Literatur ins Chinesische, sondern bemüht sich auch darum, taiwanische Literatur in Deutschland bekannter zu machen. Nun wird sie im März erneut einige taiwanische Autoren nach Deutschland bringen - nach Berlin und zur Buchmesse in Leipzig, so hat sich Ilon Huang mit Tang Wei unterhalten, um mehr darüber zur erfahren.

 

In dem zweiteiligen Interview geht Tang Wei auf das Projekt "Das Leben ist eine Insel", die Veranstaltungen im März und die Autoren Badai (巴代), Egoyan (伊格言) und Lee Chin-Wen (李進文) ein.

 

Hören Sie Tang Wei (唐薇) im Gespräch mit Ilon Huang im Wochenendmagazin

Teil 1: Samstag, den 20. Februar 2016

Teil 2: Samstag, den 27. Februar 2016

 

Einen kurzen Einblick gewähren die Facebook-Seiten dieses Projektes:

 

Die chinesischsprachige Facebook-Seite von "Das Leben ist eine Insel":

https://www.facebook.com/DasLebenIstEineInsel.TW

 

Die (leider noch etwas kürzere) deutschsprachige Facebook-Seite von "Das Leben ist eine Insel":

https://de-de.facebook.com/events/356394947873442/

 

Die Daten für Berlin und Leipzig:

Berlin:

11. März, 20 Uhr

Taiwan-Abend im LCB

Mit Badai & Egoyan Zheng (Autoren), Lee Chin-wen (Lyriker) und Ruan Guang-min (Mangazeichner)

Moderation: Meike Schlüter

Ort: Literarisches Colloquium Berlin

 

Leipzig:

17. März, 19 Uhr-22 Uhr

TAIWAHNSINN!-Literaturparty - Literarische, kulinarische und musikalische Happen aus Taiwan

Moderation: Wei Tang & Heidi Zengerle

- Teil 1 mit Badai, Egoyan Zheng und Thorsten Dönges (LCB)

- Teil 2 mit Lee Chin-wen (Lyriker), Tsou Yung-shan (Autorin aus Berlin)

- Teil 3 "Inselpinsel"- mit Ruan Guan-min (Mangazeichner) und Johannes Fiederling (Übersetzer)

Ort: Tangomanie, Hans-Poeche-Str. 2-4, Leipzig Ost

 

18. März, 15 Uhr

TTIP - Taiwan-Tee-Infusions-Party am Inselstand

Ort: Messe Leipzig, Halle 4, Stand C403

 

18. März, 16 Uhr

Das Leben ist eine Insel - Mystische Momente

Mit Egoyan Zheng, Autor der jungen Generation, und Badai, Schriftsteller vom Volk der Pinuyumayan.

Moderation: Meike Schlüter

Ort: Messe Leipzig, Forum International und Übersetzerzentrum Halle 4, Stand C400

 

20. März, 12 Uhr

Das Leben ist eine Insel - Lyrik@Taiwan

Lee Chin-wen (Lyriker), Johannes Fiederling (Übersetzer)

Moderation: Volker Sielaff

Ort: Messe Leipzig, Forum International und Übersetzerzentrum Halle 4, Stand C400

 

Und abschließend noch ein paar Worte der oder über die Autoren:

Egoyan Zheng

Geburtstag:11.06.1977

Geburtsort: Chia-yi Taiwan

 

Wenn man wie ich aus einem relativ kleinen Land kommt, dann macht man im internationalen Literaturaustausch immer wieder dieselbe Erfahrung: Man stößt auf Unwissen, aber auch Neugier, was die eigene Heimat angeht. Taiwan? Wo liegt das nochmal? Und: Was ist das so für ein Land?

 

Ich habe in den vergangenen Jahren an einer ganzen Reihe von Austauschprojekten und Stipendienprogrammen teilgenommen, war in Hongkong, den USA, Deutschland, Japan und der VR China. Dabei sind mir diese Fragen immer wieder begegnet. Mir bietet sich dadurch natürlich die Chance, Bürgerdiplomatie für mein Heimatland zu betreiben; keineswegs aber möchte ich vor den Lesern, Autoren und Freunden, die mir bei diesen Programmen begegnen, so tun, als gebe es den „taiwanischen Autor an sich“. Denn ich selbst beispielsweise bin als Schriftsteller schwer festzulegen und habe schon ganz unterschiedliche Stile ausprobiert. Mein Roman Traumfresser verbindet Science-Fiction, Spionagethriller, Detektivstory und andere Genres. Ground Zero ist ein Katastrophenroman, der von einem (fiktiven) Atomunfall in Taiwan handelt – in China hat er einen Science-Fiction-Preis gewonnen. Ich habe eine Sammlung von Liebesgedichten veröffentlicht (Du bist das Licht) und einen Kurzgeschichtenband geschrieben, der einen engen Bezug zur taiwanischen Geschichte, volkstümlichen Traditionen und modernen Phänomenen meiner Heimat hat (Der Mann in der Urne). Aber vieles an meinen Texten ist völlig untaiwanisch – und das behaupte ich nicht bloß; Leser, Freunde, aber auch Literaturkritiker bemühen oft den Vergleich mit ausländischen Schriftstellern: Michel Houellebecq, John le Carré, Salman Rushdie. Man hat auch schon Parallelen zu Filmen wie Inception festgestellt.

 

Wenn Sie mich also fragen, was Taiwan für ein Land ist, dann werde ich Ihnen liebend gern davon erzählen. Aber noch mehr würde ich mich freuen, wenn irgendwann einmal jemand zu mir kommt und sagt: „Lieber Herr Egoyan, ich habe Ihr Buch gelesen und muss sagen, es ist ziemlich untaiwanisch. Woran liegt das?“

 

Das wäre mir eine Ehre. Und Taiwan auch.

 

 

Badai

Geburtstag: 5. Mai 1962

Geburtsort: Taitung Taiwan

 

Aus einem kleinen Dorf im Kreis Taitung an der Ostküste Taiwans stammend, veröffentlichte Badai, der zum Stamm der Damalagaw vom Volk der Pinuyumayan gehört, mit 45 Jahren sein erstes Buch. Zuvor war er Berufssoldat und Ausbilder beim taiwanischen Militär gewesen.

Disziplin und Genauigkeit, gepaart mit seiner ebenso fröhlichen wie nachdenklichen Art, kennzeichnen sein Schaffen: In rund 15 Jahren hat Badai inzwischen zwölf Bücher veröffentlicht. In seinen Kurzgeschichten befasst er sich mit der teils tragischen, teils hoffnungsvollen Situation der taiwanischen Ureinwohner als Teil einer modernen, hochtechnologisierten Gesellschaft, die ihr Augenmerk allzu lange nur auf Wirtschaftswachstum und Technologie, Förderung der Hochschulbildung und die Entwicklung der China zugewandten Westküste legte. In seinen Romanen hingegen wird er zum Chronisten seines und anderer indigener Völker, indem er lebendig und fundiert deren weit zurückreichender und bewegter Geschichte nachspürt, von Kriegen, Helden und alles transzendierender Magie erzählt.

In Deutschland hofft er, vom Stereotyp des pünktlichen und gewissenhaften Deutschen abzusehen und vor allem mehr von der deutschen Philosophie, Literatur und Kunst aufzusaugen, für die er große Bewunderung hegt. Während seiner Zeit als Gast im Literarischen Colloquium Berlin, am Puls der deutschen Literatur, möchte er dem nachspüren, was seine Arbeit in den vergangenen zehn Jahren ausgemacht hat, wo er an Grenzen gestoßen ist, und vorfühlen, wohin sein Werk sich in den kommenden zehn Jahren entwickeln mag.

 

Lee Chin-Wen

Geburtstag:03.09.1965

Geburtsort: Kaohsiung Taiwan

 

Geboren 1965 in der südtaiwanischen Stadt Kaohsiung, derzeit wohnhaft in Taipeh. Cheflektor des Verlags Unitas Publishing und zugleich Chefredakteur von „Genesis“, der Zeitschrift der gleichnamigen Dichtungsgesellschaft, die vor gut sechzig Jahren gegründet wurde.

Universitätsabschluss in Statistik, danach knapp siebenjährige Tätigkeit als Journalist und zehnjährige Tätigkeit in verschiedenen Multimedia-Bereichen. Autor von Lyrik und Prosa, mit diversen wichtigen Literaturpreisen ausgezeichnet. Dichter der mittleren Generation in Taiwan. Verfasser von sechs Gedichtbänden, darunter „Die Reisen einer spanischen Münze“, und drei Prosabänden, darunter „Kleiner Sinn“. Außerdem Autor von lyrischen Kinder- und Kunstbüchern. Langjährigste Leidenschaften: das Schreiben von Gedichten und das Laufen.

In Deutschland war ich noch nie. Die wesentlichen Assoziationen, die mir dabei durch den Kopf gehen, sind: Goethe und Hesse in der Literatur. Nietzsche in der Philosophie. Beethoven (oder die Berliner Philharmoniker) in der Musik. Wim Wenders im Film. Feine Handwerkskunst. Hitler und die Juden in der Geschichte. Die Berliner Mauer. Und die Humanität der deutschen Kanzlerin Merkel, die sich als Erste bereit erklärt hat, syrische Flüchtlinge aufzunehmen.

Longer Story

Long Ge stellt sein neues Album Longer Story vor

Long Ge stellt sein neues Album Longer Story vor

2016-08-14 23:55:00

Musik aus Taiwan, 14. August 2016

 

Heute ist in Musik aus Taiwan Long Ge zu Gast. Guo Minglong, oder Long Ge, wie er von den meisten genannt wird, hat kürzlich sein zweites Album "Longer Story" herausgebracht. Die Lieder auf dem Album, viele in seiner Muttersprache, der Sprache der Ureinwohner Amis, hat er selbst geschrieben. Long Ge ist Ureinwohner Amis aus dem Dorf Malan in Taitung in Südosttaiwan. Mehr von Long Ge und Lieder aus seinem neuen Album hören sie heute und nächste Woche in Musik aus Taiwan.

Longer Story 1: http://german.rti.org.tw/whatsOn/?recordId=29620

Longer Story 2: http://german.rti.org.tw/whatsOn/?recordId=29840

 

Auf Facebook finden Sie Long Ge: https://www.facebook.com/taitunglonger/

 

 

 

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Ismail Tipi

Interview mit Ismail Tipi, Abgeordneter des Hessischen Landtags

Interview mit Ismail Tipi, Abgeordneter des Hessischen Landtags

2016-06-08 20:07:06

Taiwan 3D   Samstag, 11.06.2016

 

Ismail Tipi (CDU) ist Mitglied des Hessischen Landtags. Im Presseclub in Wiesbaden gab Ismail Tipi Bihui Chiu von Radio Taiwan International ein Interview, in dem er von seinen Eindrücken von Taiwan, der Gründung des Freundeskreises Hessen-Taiwan und dessen Aufgaben, Ziele und Pläne sprach.

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Prof. Dr. Thomas Schuster

Interview mit Prof. Dr. Thomas Schuster über die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Taiwan und China

Interview mit Prof. Dr. Thomas Schuster über die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Taiwan und China

2016-05-28 23:55:00

Taiwan 3D   Samstag, 28.5.2016

 

Prof. Dr. Thomas Schuster stellt die aktuellsten Wirtschaftsbeziehungen zwischen Taiwan und China in einem Interview mit Bihui Chiu dar. Im Interview zeigt Prof. Schuster sich optimistisch gegenüber der Wirtschaftslage in Taiwan und in China.

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Tsou Yung-Shans Buch

Künstlerin und Autorin Tsou Yung-Shan (鄒永珊)

Künstlerin und Autorin Tsou Yung-Shan (鄒永珊)

2016-04-22 01:05:00

Wochenendmagazin 23. April 2016

Die freischaffenden bildenden Künstlerin und Autorin Tsou Yung-Shan (鄒永珊) hat das Studium im Jahr 2002 nach Berlin an die Kunsthochschule Berlin-Weißensee gebracht und sie hat Berlin als Schaffensort für ihre künstlerische Tätigkeiten gewählt. Berlin scheint eine inspirierende Stadt zu sein, denn Frau Tsou ist nicht nur sehr vielseitig als Künstlerin tätig, sondern hat inzwischen auch zwei Romane geschrieben - "Der Warteraum" (等候室) und "Mitfahrgelegenheit" (鐵道共乘旅遊手冊) und ist auch bei dem Projekt "Das Leben ist eine Insel", im Rahmen dessen taiwanische Literatur in Deutschland bekannt gemacht werden soll, involviert.

In dem zweiteiligen Gespräch mit Ilon Huang spricht Tsou Yung-Shan u.a. darüber, warum sie sich für Berlin als Schaffensort für ihre künstlerische Tätigkeiten gewählt hat, sie geht auf ihrer Kunst und die Inhalte ihrer beiden Bücher ein und vergleicht Taipei mit Berlin.      

 

Hören Sie Tsou Yung-Shan (鄒永珊) im Gespräch mit Ilon Huang im Wochenendmagazin

Teil 1: Samstag, den 23. April 2016

Teil 2: Samstag, den 30. April 2016

 

Und wer noch mehr über Tsou Yung-Shan (鄒永珊) wissen möchte, kann hier weitere Informationen finden:

http://www.yungshantsou.de/index.html

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Martin Hiesboeck

Martin Hiesboeck - fast 25 Jahre in Taiwan

Martin Hiesboeck - fast 25 Jahre in Taiwan

2016-04-02 16:22:16

Wochenendmagazin 2. April 2016

 

Martin Hiesboeck ist 1992 nach Taiwan gekommen, und zwar zum zum Sinologiestudium an der National Taiwan Normal University in Taipei. Seitdem lebt Martin Hiesbock in Taiwan und ist derzeit als Managing Partner bei der Branding- und Marketing Firma Geber Consulting aber auch als Dozent für Digitales Marketing an mehreren Universitäten tätig.

 

In dem dreiteiligen Gespräch mit Ilon Huang spricht Martin Hiesboeck u.a. über die Veränderungen, die er in seiner langen Zeit in Taiwan beobachtet hat. So hat er den Übergang zu einer echten Demokratie und den friedlichen Machtwechsel im Jahr 2000 beobachten können aber auch viele Veränderungen im alltäglichen Leben.

 

Er geht darauf ein, warum es für taiwanische Unternehmen, die zum größten Teil als OEM-Hersteller entstanden sind, wichtig ist, eigene Marken zu entwickeln, oder was europäische Unternehmen beachten sollten, wenn sie in Taiwan tätig sein möchten, und was für Unterschiede es in dieser Hinsicht zwischen dem taiwanischen und dem chinesischen Markt gibt.

 

Außerdem gibt Martin Hiesboeck zum Schluß des Gespräches noch ein paar Tipps, was man in Taiwan machen sollte.

 

Hören Sie Martin Hiesboeck im Gespräch mit Ilon Huang im Wochenendmagazin

Teil 1: Samstag, den 2. April 2016

Teil 2: Samstag, den 10. April 2016

Teil 3: Samstag, den 17. April 2016

 

Wer mehr über Geber Consulting erfahren möchte, findet mehr Informationen unter diesem Link:

www.geberconsulting.com

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