轉型正義--二二八事件60週年特別報導

 
"228 - Zwischenfall" am 28.2.1947

Präsident Chen Shuibian bei der Eröffnung einer Sonderausstellung zum 228 Zwischenfall in Taipei

Sonderaustellung mit Kunstwerken zum 228-Zwischenfall in der Nationalen 228-Gedenkhalle in Taipei
Geschichte des "228-Zwischenfalls"
Präsident Chen Shuibian legt am 228-Denkmal in Taipei einen Kranz nieder

Taiwan wurde 1895 nach dem ersten Sino-Japanischen Krieg an Japan abgetreten. Die japanische Kolonialherrschaft über Taiwan dauerte von 1895 bis 1945. 1945 musste Japan nach verlorenem Krieg seine Herrschaft über Taiwan an China geben. Die Japaner gaben Taiwan an die damalige chinesische Regierung, die KMT-Regierung der Republik China ab. Auf dem chinesischen Festland kämpften im Bürgerkrieg die Kommunisten und die Nationalistischen KMT-Truppen gegeneinander.
Die ersten Jahre nach dem Abzug der japanischen Kolonialregierung verliefen in Taiwan alles andere als reibungslos. Dies resultierte schließlich in einem der tragischten Ereignisse der jüngeren Geschichte Taiwans mit tausenden Opfern – dem sogenannten 228-Zwischenfall vom 28. Februar 1947.

Der Landrat des Landkreises Gaoxiong überreicht der Familienangehörigen eines 228-Opfers eine Chrysantheme

Die Truppen, die nach dem Abzug der Japaner von der KMT-Regierung vom chinesischen Festland nach Taiwan geschickt wurden, waren schlecht ausgebildet und undiszipliniert.
Dazu kam hohe Inflation, Kanppheit an den notwendigen Gütern zum Leben, unfaire Aneignung von Privatbesitz, Korruption und so weiter.
Die Abneigung der Bürger Taiwans wuchs und die Spannungen explodierten schließlich am 28. Februar 1947. Auslöser war das gewaltsame Vorgehen gegen eine Frau, die illegal unverzollte Zigaretten verkaufte. Dabei wurde ein Zuschauender erschossen.
Es kam zu Aufständen auf der ganzen Insel, nachdem Forderungen nach Reformen ignoriert wurden.

Die Teilnehmer des Marsches "Gegen den Wind" von Südtaiwan nach Nordtaiwan

In den folgenden Wochen traf militärische Verstärkung aus Festlandchina ein. Danach folgte eine Verhaftungs- und Hinrichtungswelle, von der besonders die Intellektuellen und die Elite Taiwans betroffen waren.
Lange war der 228-Zwischenfall in Taiwan tabu. Erst ab den 80er Jahren wurde nach und nach darüber gesprochen. 1995 gab der damalige Präsident Li Denghui die erste offizielle Entschuldigung für den "228-Zwischenfall" im Namen der Regierung ab. Es folgen Bestimmungen u.a. für die Entschädigung der Opfer und ihrer Familien. Es wurden 228- Denkmäler, Gedenkstätten- und Museen eingerichtet. Der 28. Februar ist nun gesetzlicher Gedenk- und Feiertag.

Gedenkveranstaltung für die Opfer des 228-Zwischenfalls auf der Insel Jinmen KMT-Präsidentenkandidat Ma Yingjiu bei einer 228-Gedenkveranstaltung in Jiayi, Südtaiwan
KMT-Präsidentenkandidat Ma Yingjiu trifft in Jiayi in Südtaiwan Angehörige von Opfern des 228-Zwischenfalls  Der Bürgermeister von Taizhong, Hu Zhijiang besucht Angehörige von 228-Opfern
228 Gedenkveranstaltung in Taipei 228 Gedenkveranstaltung in Taipei
228-Gedenkveranstaltung im Landkreis Tainan 228-Gedenkveranstaltung im Landkreis Taizhong

Die Teilnehmer des Marsches "Gegen den Wind" erreichen Taipei - sie werden unter anderem vom DPP-Präsidentenkandidaten Xie Changting begrüßt

Teilnehmer des Marsches "Gegen den Wind" erreichen am 28.2. Taipei Kundgebung der DPP-Anhänger am Zhongshan Fußballstadion in Taipei am Abend des 28.2.
Kundgebung der DPP-Anhänger am Zhongshan Fußballstadion in Taipei am Abend des 28.2. Die KMT veranstlatet am Abend des 28.2. ein Gedenkkonzert in der Zhongshan Halle in Taipei

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