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  • 唐獎頒獎典禮登場

    Verleihung der Tang-Preise

    Heute fand in Taipei die Verleihung der Tang-Preise 2016 statt. Der Tang-Preise wurden 2012 vom taiwanischen Geschäftsmann Samuel Yin ins Leben gerufen. Die Tang-Preise werden alle zwei Jahre in den vier Kategorien Sinologie, Biopharmazeutische Wissenschaften, Rechtsstaatlichkeit und Nachhaltige Entwicklung vergeben. Das erste Mal wurden die Tang-Preise 2014 verliehen. Die Preisträger oder Vertreter befinden sich zur Preisverleihung und Tang-Preis Woche in Taiwan. (Foto: CNA 25.9.2016)

  • 颱風梅姬逼近(1)

    Vor dem Sturm

    Taifun Megi zieht in Richtung Taiwan. Bevor die Auswirkungen des Taifuns zu sprüren sind, scheint noch die Sonne. Das Wetteramt wird voraussichtlich Sonntagnacht Seewarnung aussprechen und am Montag Landwarnung. (Foto: CNA 25.9.2016)

  • 唐獎法治獎得獎人回應媒體提問

    Tang-Preisträgerin Louise Arbour

    Louise Arbour, Tang-Preisträgerin für Rechtsstaatlichkeit erhält die kanadische Anwältin Louise Arbour. Sie erhält den Tang-Preis für Rechtsstaatlichkeit für ihre Mitwirkung in internationalen Strafverfahren, dem Schutz der Menschenrechte, ihren tiefgehenden Einfluss und ihre Vorreiterrolle. Auch soll gemäß dem Tang-Preis Auswahlkomitee damit ihre Hingabe zu Frieden, Gerechtigkeit und Sicherheit gewürdigt werden. Arbour war auch Kommissarin für Menschenrechte bei den Vereinten Nationen und Richterin des höchsten Gerichtshofes in Kanada. (Foto: CNA 24.9.2016)

  • 夏彭提耶出席唐獎得獎人演講

    Emmanuelle Charpentier hält Vortrag über Genom-Editing

    Auch die Preisträger für Biopharmazeutische Wissenschaften, Emmannuelle Charpentier, Jennifer Doudna und Feng Zhang hielten heute Vorträge über die Entwicklung und Anwendung von CRISPR/Cas9 als bahnbrechende Genom-Editing Plattform, die eine Revolutionierung bei der biomedizinischen Forschung und Behandlung von Krankheiten verspricht. Erste Rednerin der drei Preisträger des Tang-Preises für Biopharmazeutische Wissenschaften war heute Nachmittag Emmannuelle Charpentier. (Foto: CNA 24.9.2016)

  • 李遠哲出席唐獎得獎人演講

    Tang-Preis-Woche

    Vom 22. bis 29. September findet die Tang-Preis-Woche statt. Dazu gehören Vorträge und Foren mit den Preisträgern der diesjährigen Tang-Preise oder deren Vertretern, die Preisverleihungszeremonie, Ausstellungen und weitere Veranstaltungen. Der Tang-Preis wurden 2012 vom taiwanischen Geschäftsmann Samuel Yin ins Leben gerufen. Die Tang-Preise werden alle zwei Jahre in den vier Kategorien Sinologie, Biopharmazeutische Wissenschaften, Rechtsstaatlichkeit und Nachhaltige Entwicklung vergeben. (Foto: CNA 24.9.2016)

  • 古崗彩繪木馬  靶場變歡樂馬場(3)

    Die neue Attraktion auf Kinmen

    Buntbemalte von Kindern bemalte Holzpferde tragen zum Lokalkolorit auf Kinmen bei und erfreuen sich wachsender Beliebtheit (Foto:CNA, 23. Sept. 2016)

  • 紀露霞新書發表 分享歌唱生涯

    Jetzt ist es heraus

    Die berühmte Sängerin Lu Chi-Hsia präsentiert mit 80 Jahren ihren alten Anhängern ihre Darstellung ihrer Sängerkarriere in Buchform: "Die Ära der Sängerin Lu Chi-hsia." (CNA, 23. Sept. 2016)

  • 唐獎得主  路易絲阿爾布爾抵台

    Hoher Besuch

    Die Tang-Preis-Gewinnern für ihren Beitrag zur Rechtsstaatlichkeit ,  Louise Arbour , wird vom Tang-Preis Vorsitzenden am Flughafen empfangen . Die Verleihung ist am Wochenende (Foto:CNA, 22. Sept. 2016))

  • Hunde in Taiwan

  • Wahlkampf in Taiwan

  • Deutscher Designer 德國設計師石奇歐

  • Pangolinbaby - Ersatzmutter 小穿山甲和他的代理母親

  • Tofuschwein-Tofufabrik 豆腐豬傳奇

  • Zongzi in wilden Ingwerlilien-Blättern 野薑花粽飄香

  • Sport im Park Taipei 熱鬧的公園早晨

  • Leicha-Tee 擂茶-客家聖品

Wenn nur der Wind nicht wäre-Radfahren an der Ostküste
Am Bahnhof in Taitung Extra Streifen für Fahrradfahrer Die Ostküste Taiwans

Die Geografie Taiwans lässt sich in acht Wörtern zusammenfassen: Im Westen nur Städte, im Osten nur Gebirge. Und Gebirge heißt auch wirklich Gebirge. Der höchste Berg Taiwans-der Yushan (玉山)-misst knapp 4.000 Höhenmeter. Ganz im Osten fallen die Bergketten steil ab und treffen auf den Pazifischen Ozean, es gibt nur wenig Platz zwischen Berghängen und Meer. Darum finden sich an der Ostküste Taiwans auch nur sehr wenig  Städte, vor allem Hualien und Taitung. Ausreichend Platz ist aber für eine Straße direkt am Meer, auf der man großartig Fahrrad fahren kann.

Ende Dezember bin ich mit sechs Freunden diese Strecke gefahren. Von Taitung im Süden nach Hualien im Norden, etwa 190 Kilometer, insgesamt drei Tage. Unter Radfahrern hat sich die Ostküste Taiwans mittlerweile als Ziel herumgesprochen. Aus gutem Grund. Man muss nur einer einzigen Straße folgen, die immer direkt am Meer entlangführt. Der Verkehr ist nicht sehr stark und es gibt sogar einen breiten Seitenstreifen extra für Fahrradfahrer. Nicht mal ein eigenes Fahrrad ist von Nöten. In Taitung können diese ausgeliehen und in Hualien wieder zurückgegeben werden. Anders herum geht auch. Für drei volle Tage haben wir pro Rad etwa 40 Euro Leihgebühr bezahlt. Für gute Fahrräder, voll ausgestattet. Übernachtungsmöglichkeiten finden sich überall am Weg, auch wenn beim Einchecken Chinesischkenntnisse nützlich sind.

Gruppenfoto am  Sanxiantai-Felsen (三仙台) Die Brücke zum Sanxiantai-Felsen (三仙台)

Wer jetzt denkt, dass 190 Kilometer für drei Tage nicht gerade viel sind, der hat Recht. Auf den ersten Blick. Die Strecke kommt zwar nicht ohne Steigungen aus, ist aber in dieser Hinsicht auch recht harmlos. Das Problem ist ein ganz anderes: Der Wind. Vielleicht lag es an der Jahreszeit, in der wir unterwegs waren: rund um den Jahreswechsel, vom 30. Dezember bis zum 1. Januar. Der Wind war so stark, dass aus den etwa 60 bis 70 Kilometern pro Tag locker gefühlte 120 bis 140 wurden. Dass wir genau in die andere Richtung hätten fahren sollen, von Hualien im Norden nach Taitung im Süden, wurde uns recht schnell klar. So fanden wir es schon am ersten Tag verdächtig, dass wir doch relativ viele Radfahrer trafen, uns aber alle entgegenkamen. Immerhin haben sie uns freundlich gegrüßt, mit einem mitleidsvollen Lächeln, kompletter Rennradausrüstung und Rückenwind.

Außer Radfahrern kein Verkehr Kurz vor dem Aufbruch

Aber gelohnt hat es sich in jedem Fall. Meistens fuhren wir direkt an der Küste, manchmal, wenn die Berge zu nahe ans Meer heranrückten, führte unser Weg etwas hinauf in die Berge, wobei man dann aber immer durch einen wunderbaren Ausblick entlohnt wurde. Und durch die frische Luft. Unsere ganze Gruppe hatte sich in Kaohsiung kennengelernt, wo wir ein Semester zusammen studiert hatten. Danach wurde uns an der Ostküste zum ersten Mal wieder klar, wie gut die Luft außerhalb einer Großstadt sein kann. Und wie klein und nett die ganzen Ortschaften waren, durch die war kamen.

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Meer und Berge, ansonsten nichts

Am meisten aber hat uns die Herzlichkeit der Taiwaner erfreut. Nein, man muss sagen angetrieben. Egal an welchem Punkt unserer Reise, an wem auch immer wir vorbeifuhren, er rief uns ein freundliches jiayou! (加油) zu. Zu Deutsch: Gebt Gas! Ein Jahreswechsel also der ganz besonderen Art.