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  • Bald ist Drachenbootfest

    Bald ist Drachenbootfest

    Das Landwirtschaftsamt der Stadt Taichung veranstaltet aus Anlass des bevorstehenden Drachenbootfestes Zongzi-Wettbewerberbe, Drachenbootrennen auf dem Land und man kann auch selbst Duftsäckchen herstellen, die man Kindern zum Drachenbootfest um den Hals hängt. Das Drachenbootfest wird am 5. Tag des 5. Monats nach dem traditionellen chinesischen Kalender gefeiert, das ist in diesem Jahr Donnerstag, der 9. Juni. (Foto: CNA 28.5.2016)

  • Literatur-Cafe des Schriftstellers Huang Chun-ming

    Literatur-Cafe des Schriftstellers Huang Chun-ming

    Nach einer mehrmonatigen Schließungszeit wegen Etatproblemen hat das Rote Backsteinhaus, das Literaturcafe des Schriftstellers Huang Chun-ming (黃春明) in Yilan heute wieder eröffnet. Der 1935 geborene Schriftsteller Huang Chun-ming wurde unter anderem bekannt durch seine 1983 erschienene Erzählung "The Sandwich Man" (Foto: CNA 28.5.2016)

  • Neue Verbindung von Tainan nach Dongji

    Neue Verbindung von Tainan nach Dongji

    Heute frühmorgens fuhr das erste Schiff einer neuen regelmäßigen Schiffsverbindung vom Hafen Anping in Tainan in Südtaiwan zur Insel Dongji der Inselgruppe Penghu in der Taiwanstraße. Auf dieser Route sollen nun zweimal Wöchentlich Ausflugsboote verkehren, die jeweils am Mittwoch und Samstag um sieben Uhr morgens von Tainan ablegen und ebenfalls am Mittwoch und Samstag abends um sechs Uhr von Dongji wieder nach Tainan zurückkehren. (Foto: CNA 28.5.2016)

  • 外來鳥埃及聖? 威脅黑琵生存

    Ungebetene Eindringlinge

    Über 1000 ursprünglich aus Ägypten kommende Heilige Ibisse wurden in Südwesttaiwan gesichtet. Gefahr für den beliebten Schwarzgesichtigen Löffelreiher? (Foto:CNA, 27. Mai 2016)

  • 台船展示試造的魚雷發射管

    Alles schon da

    Ein taiwanischer Schiffsbauer stellt als Reaktion auf Präsidentin Tsais Wunsch nach eigener Entwicklung von High-Tech-Waffen seinen schon 2002 entworfenen Torpedo-Launcher vor (Foto:CNA, 27. Mai 2016)

  • 百年老宅大改造(1)

    Stadtverschönerung

    Lobende Erwähnung fand die Aufwertung und der Erhalt des über einhundert Jahre alten Backsteinhauses durch Instandsetzungsmaßnahmen und die Gartenanlage in Kaohsiung (Foto: CNA , 26. Mai. 2016)

  • 竹市Youbike上路  26日試營運(2)

    Nun auch in Hsinchu

    Die nächste taiwanische Stadt mit einem Angebot an öffentlichen Fahrrädern, U-Bikes für Hsinchu. Die ersten 10 Ausleihstationen stehen bereits, der Bürgermeister bei der Jungfernfahrt. (Foto: CNA, 26. Mai 2016)

  • 高市輕軌第一階段  拚6月營運

    Erster Abschnitt ist vollendet

    Der erste Teil der ringförmig verlaufenden Straßenbahn Kaohsiungs ist vollendet, die langerwartete Erweiterung des Nahverkehrsnetzes ist in Reichweite. (Foto: CNA)

  • Hunde in Taiwan

  • Wahlkampf in Taiwan

  • Deutscher Designer 德國設計師石奇歐

  • Pangolinbaby - Ersatzmutter 小穿山甲和他的代理母親

  • Tofuschwein-Tofufabrik 豆腐豬傳奇

  • Zongzi in wilden Ingwerlilien-Blättern 野薑花粽飄香

  • Sport im Park Taipei 熱鬧的公園早晨

  • Leicha-Tee 擂茶-客家聖品

Wenn nur der Wind nicht wäre-Radfahren an der Ostküste
Am Bahnhof in Taitung Extra Streifen für Fahrradfahrer Die Ostküste Taiwans

Die Geografie Taiwans lässt sich in acht Wörtern zusammenfassen: Im Westen nur Städte, im Osten nur Gebirge. Und Gebirge heißt auch wirklich Gebirge. Der höchste Berg Taiwans-der Yushan (玉山)-misst knapp 4.000 Höhenmeter. Ganz im Osten fallen die Bergketten steil ab und treffen auf den Pazifischen Ozean, es gibt nur wenig Platz zwischen Berghängen und Meer. Darum finden sich an der Ostküste Taiwans auch nur sehr wenig  Städte, vor allem Hualien und Taitung. Ausreichend Platz ist aber für eine Straße direkt am Meer, auf der man großartig Fahrrad fahren kann.

Ende Dezember bin ich mit sechs Freunden diese Strecke gefahren. Von Taitung im Süden nach Hualien im Norden, etwa 190 Kilometer, insgesamt drei Tage. Unter Radfahrern hat sich die Ostküste Taiwans mittlerweile als Ziel herumgesprochen. Aus gutem Grund. Man muss nur einer einzigen Straße folgen, die immer direkt am Meer entlangführt. Der Verkehr ist nicht sehr stark und es gibt sogar einen breiten Seitenstreifen extra für Fahrradfahrer. Nicht mal ein eigenes Fahrrad ist von Nöten. In Taitung können diese ausgeliehen und in Hualien wieder zurückgegeben werden. Anders herum geht auch. Für drei volle Tage haben wir pro Rad etwa 40 Euro Leihgebühr bezahlt. Für gute Fahrräder, voll ausgestattet. Übernachtungsmöglichkeiten finden sich überall am Weg, auch wenn beim Einchecken Chinesischkenntnisse nützlich sind.

Gruppenfoto am  Sanxiantai-Felsen (三仙台) Die Brücke zum Sanxiantai-Felsen (三仙台)

Wer jetzt denkt, dass 190 Kilometer für drei Tage nicht gerade viel sind, der hat Recht. Auf den ersten Blick. Die Strecke kommt zwar nicht ohne Steigungen aus, ist aber in dieser Hinsicht auch recht harmlos. Das Problem ist ein ganz anderes: Der Wind. Vielleicht lag es an der Jahreszeit, in der wir unterwegs waren: rund um den Jahreswechsel, vom 30. Dezember bis zum 1. Januar. Der Wind war so stark, dass aus den etwa 60 bis 70 Kilometern pro Tag locker gefühlte 120 bis 140 wurden. Dass wir genau in die andere Richtung hätten fahren sollen, von Hualien im Norden nach Taitung im Süden, wurde uns recht schnell klar. So fanden wir es schon am ersten Tag verdächtig, dass wir doch relativ viele Radfahrer trafen, uns aber alle entgegenkamen. Immerhin haben sie uns freundlich gegrüßt, mit einem mitleidsvollen Lächeln, kompletter Rennradausrüstung und Rückenwind.

Außer Radfahrern kein Verkehr Kurz vor dem Aufbruch

Aber gelohnt hat es sich in jedem Fall. Meistens fuhren wir direkt an der Küste, manchmal, wenn die Berge zu nahe ans Meer heranrückten, führte unser Weg etwas hinauf in die Berge, wobei man dann aber immer durch einen wunderbaren Ausblick entlohnt wurde. Und durch die frische Luft. Unsere ganze Gruppe hatte sich in Kaohsiung kennengelernt, wo wir ein Semester zusammen studiert hatten. Danach wurde uns an der Ostküste zum ersten Mal wieder klar, wie gut die Luft außerhalb einer Großstadt sein kann. Und wie klein und nett die ganzen Ortschaften waren, durch die war kamen.

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Meer und Berge, ansonsten nichts

Am meisten aber hat uns die Herzlichkeit der Taiwaner erfreut. Nein, man muss sagen angetrieben. Egal an welchem Punkt unserer Reise, an wem auch immer wir vorbeifuhren, er rief uns ein freundliches jiayou! (加油) zu. Zu Deutsch: Gebt Gas! Ein Jahreswechsel also der ganz besonderen Art.